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Die Geschichte der Faustballabteilung
24x Deutscher Meister, 19x Europapokalsieger, 4x Weltpokalsieger
Wenn man sich auf die Suche nach den historischen Spuren der Faustballabteilung begibt,
wird man in der Faustball-Chronik von Manfred Lux fündig.
Die älteste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1912:
Die Männermannschaft des "Allg. TV Hagen von 1860" wurde Meister des Turnkreises Westfalen und Lippe.
Faustball wurde von vielen Turnern als Körperertüchtigung im Sommer betrieben.
Bis zum Ende der 60er Jahre galt das Turnspiel als "ideales Auffangbecken für alle unseren ehemaligen Leistungssportler",
wie der einstige Abteilungsleiter Hermann Kolkmann meinte.
Parallel dazu konnte sich Angreifer Dirk Schachtsiek in der Jugendnationalmannschaft durchsetzen und wichtige persönliche Kontakte knüpfen. Ende 1984 wechselten die Brüder Markus und Michael Reinhart nach Hagen, einige Monate später kam auch noch Junioren- ![]() Dirk Schachtsiek beim ersten DM-Titel 1986 Bereits ein Jahr später holte man die europäische Faustballkrone erstmals in die Hoheleye. Auch aufgrund der großen Fürsprache und Unterstützung von Friedhelm Tenne und Herbert Strate, die als "Edelfans" die Faustballer zahlreiche Male anfeuerten, konnte die Erfolgscrew 1988 zum Weltpokal nach Brasilien reisen. Im Hexenkessel von Porto Alegre unterlag man allerdings vor über 4.000 frenetischen Zuschauern denkbar knapp. In den folgenden Jahren dominierte der TSV den nationalen und internationalen Faustball, wie es vorher noch keiner Mannschaft gelungen war. Man verstand es während der 90er Jahre immer wieder neue Spieler in die Erfolgscrew einzubauen. So wurden Gregor Hafer, Andreas Bernhardt, Andreas Schmitz, Holger Bock, Christian Sondern und Jens Müller in dieser Zeit zu absoluten Topspielern. Aus der Vielzahl der Erfolge dieser Zeit seien im Folgenden drei besondere Ereignisse erwähnt: 1990/1991 gelang den Hagenern der Faustball-Grand-Slam: Deutscher Meister und Europapokalsieger auf dem Feld und in der Halle, Deutscher Turnfestsieger und erstmals auch Weltpokalsieger - damit waren alle überhaupt verfügbaren Männertitel beim TSV. 1994 konnten die 60er als erste europäische Mannschaft überhaupt den Weltpokal auf südamerikanischem Boden gewinnen. In einer unglaublichen Hitzeschlacht wurde SOGIPA bezwungen. Von 1989-2001 wurde der Hallen-Europapokal zwölfmal in Folge gewonnen - eine Serie für die Ewigkeit! Im Herbst 2002 wurde dann im fernen Namibia der letzte große Männertitel nach Hagen geholt. Gegen Gastgeber Windhoek und den Südamerika-Meister Novo Hamburgo gewann der TSV zum dritten Mal den Weltpokal. Für Angreifer Dirk Schachtsiek, der von einem internationalen Expertengremium zum "Jahrhundert-Faustballer" gekürt wurde, war es der letzte große Auftritt in der ersten Mannschaft. 2004 musste man nach 19-jähriger Zugehörigkeit zum Faustballoberhaus den Abstieg aus der 1. Bundesliga hinnehmen. Seitdem spielt die erste Mannschaft auf dem Feld in der 2. Bundesliga und in der Halle in der Verbandsliga. Die Erfolgsspieler von einst treten nun in der Seniorenklasse an, wo sie mittlerweile auch schon dreimal Feld- und viermal Hallenmeister geworden sind. Im April 2009 konnten die Oldies sogar wieder einen internationalen Titel gewinnen: In Argentinien wurde die Seniorenweltmeisterschaft in der M35-Klasse gewonnen. Dabei zeigten die "alten Herren", dass sie neben der neuen Liebe zum Marathonlauf das Faustballspielen nicht verlernt haben. Hoffnung für die Zukunft bereiten die aktuellen Nachwuchsspieler. Das U16-Team konnte sich im Herbst 2009 für die Deutsche Endrunde qualifizieren und belegte dort den 12. Platz. Nach langen Jahren schaffte es ein TSVer wieder in die Nationalmannschaft: Ruben Schwarzelmüller wurde 2009 mit der deutschen U18-Auswahl Jugendeuropameister. Neben Ruben werden aktuell auch Robin Kuhlmann (U18) sowie Ole Schachtsiek und Kevin Braatz (U14) in der Westfalenauswahl eingesetzt. Seit Jahren wird mit dem Nachbarverein TuS Halden-Herbeck eine partnerschaftliche Zusammenarbeit praktiziert. Im Sommer trainiert der TSV regelmäßig auf dem mustergültig gepflegten Rasenplatz "Im Alten Holz", wo ebenfalls die Punktspiele bestritten werden. Im Jugendbereich hat man sich darauf verständigt, die weiblichen Nachwuchsspielerinnen für Halden starten zu lassen, während der männliche Nachwuchs für 1860 antritt. |
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